Pilz am Penis / Pilz an der Eichel: Online-Diagnose und Therapie

Dass Frauen an einer Pilzinfektion erkranken können, ist den meisten Männern bekannt. Was viele nicht wissen: Die Ursache dieses so genannten Scheidenpilzes ist kein böswilliger Erreger – sondern eine äußerst hilfreiche Hefe, die auch in ihrem Körper siedelt. Männer können daher genauso von einer Pilzerkrankung betroffen sein wie Frauen – wenn auch unter anderen Vorzeichen.

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Der kleine Unterschied: Die Symptome von Penis-Pilz

Der größte Unterschied besteht natürlich darin, dass Angehörige des “starken Geschlechts” keinen Scheidenpilz ausbilden können. Bei ihnen zeigt sich ein Befall überwiegend im Bereich des Harnröhrenein- bzw. -ausgangs– also direkt auf der Eichel.

Hier entstehen kleine rote Pickel, die jedoch schnell wieder verschwinden – denn an diesem Teil des Penis’ ist die Haut für gewöhnlich trocken. Anders als das Innere der Vagina bietet sie dem Erreger nur ungeeignete Lebensbedingungen. Dadurch vergeht die Pilzinfektion häufig so schnell, dass die meisten Männer sie nicht einmal bemerken.

Doch sobald sich ein feucht-warmes Milieu bildet, nistet sich der Pilz ein. Das kann in Folge starken Schwitzens bei hohen Temperaturen geschehen; aber auch durch eine Vorhaut-Verengung. In beiden Fällen sammelt sich Feuchtigkeit in der Umgebung von Penis und Eichel. In Verbindung mit Körperwärme bilden schon kleinste Mengen einen idealen Nährboden für Pilze, Bakterien und andere Erreger.

Hat sich der Befall derart manifestiert, können auch bei Männern die “weiblichen” Symptome einer Pilzerkrankung auftreten:

– Schwellungen
– Rötungen
– Juckreiz
– Brennen
– Schmerzen beim Wasserlassen
– Ausfluss

In diesen Fällen muss die Infektion behandelt werden. Anderenfalls kann sich die Eichel schmerzhaft entzünden, was unter ungünstigen Bedingungen weitere Erkrankungen nach sich zieht.

Wie gewonnen, so zerronnen: Schnelle Hilfe bei Scheidenpilz am Penis

Die Therapie des Penis-Pilz’ erfolgt mit Hilfe antimykotisch wirkender Salbe, die Patienten auf die betroffenen Haut-Areale auftragen. Zusätzlich müssen sie die tägliche Pflege an ihre Erkrankung anpassen; d.h. die Eichel penibel sauber und trocken halten – auch und vor allem unter der Vorhaut.

Ist das wegen einer bestehenden Phimose nicht möglich, sollten Männer spätestens jetzt über einen chirurgischen Eingriff nachdenken – denn Vorhaut-Verengungen bieten dem Pilz immer wieder eine willkommene Angriffsfläche.

Im Optimalfall lassen sich die Sex-Partner/-innen von Penis-Pilz-Patienten gleich mit untersuchen bzw. behandeln. Ansteckend im herkömmlichen Sinne sind Betroffene zwar nicht; sie können den Ausbruch einer Pilzinfektion bei anderen jedoch begünstigen.

Was der Erreger im Körper von “Empfänger/-innen” anrichtet, ist ganz individuell. Ein gesunder Organismus absorbiert ihn gewissermaßen – denn der Pilz, der Krankheiten hervorrufen kann, ist Bestandteil jeden Immunsystems.

Mythos Pilzerkrankung: Was wirklich dahinter steckt

Sein offizieller Name lautet Candida albicans. In den Medien ist er als Frauenleiden, Scheidenpilz, oder Geschlechtskrankheit bekannt; wird aber weder der einen noch der anderen Bezeichnung gerecht. Sein Vorkommen ist nicht auf den weiblichen Intimbereich beschränkt und er wird auch nicht durch Sex übertragen – sondern findet sich bei allen Menschen am ganzen Körper.

Allerdings tritt Candida albicanshier in deutlich verminderter Anzahl auf und ist für gewöhnlich nicht allein. Zusammen mit zahlreichen anderen Mikroorganismen bildet er ein gut funktionierendes System, das den Organismus vor Funktionsverlust und Erkrankungen schützt.

Welche Einzel-Aufgabe der Pilz dabei erfüllt, können Wissenschaftler nicht benennen. In der Gemeinschaft wirksamer Winzlinge ist er nur einer von vielen. Sein Fehlen aber fällt ebenso unangenehm auf wie jener Umstand, der die so genannte Pilzinfektion begründet: unkontrollierte Vermehrung.

Sie kommt immer dann in Gange, wenn das ausgewogene Verhältnis der einzelnen Mikroorganismen gestört wird. Das kann zahlreiche, zum Teil ganz profane Gründe haben. Zu den bekanntesten Katalysatoren einer solchen Störung zählen

– Antibotika-Behandlungen
– Abwehrschwäche
– bestimmte Vorerkrankungen
– unausgewogene Ernährung
– ungeeignete Kleidung

Kleiner Aufwand, große Wirkung: Eichelpilz effektiv vorbeugen

Das lässt bereits erkennen, wie Männer einer Pilzinfektion bzw. -vermehrung vorbeugen können:

Geeignete Wäsche

Eine der einfachsten Maßnahmen ist das Tragen locker sitzender, atmungsaktiver Unterwäsche. Sie verhindert den oben beschriebenen Wärme- und Feuchtigkeits-Stau, so dass Pilze & Co. keinen Nährboden finden. Benutzte Badekleidung sollten Männer so rasch wie möglich ablegen, denn auch in nassen Shorts entsteht schnell ein pilz-freundliches Milieu.

Geeignete Pflege

Eine weitere, einfach umzusetzende Prophylaxe ist die richtige Pflege. Männer sollten es sich zur Gewohnheit machen, den Penis nach dem Duschen, Baden, Waschen oder Schwimmen gut abzutrocknen– insbesondere im Bereich der Eichel. Vor allem, wenn die Vorhaut erhalten ist, sammelt sich hier die meiste Restfeuchte. Zur Reinigung genügt warmes Wasser; Männer, die auf Pflegemittel nicht verzichten möchten, sollten auf pH-neutrale und seifenfreie Produkte achten.

Geeignete Ernährung

Kehrt der Pilz trotz aller Vorsicht immer wieder, können Männer versuchen, mit Ernährungsumstellung gegenzusteuern. Überraschend viele Erkrankungen werden durch falsche Kost begünstigt oder überhaupt erst möglich. Der Effekt ist zwar nicht ganz so stark wie bei Frauen – doch auch die Haut von Herren kann unter einem Zuviel an Zucker, Farb- und Konservierungsstoffen leiden.

Erhöhte Aufmerksamkeit

Liegen dem Pilz Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Krebs oder eine Infektion mit dem HI-Virus zu Grunde, wird er quasi zum Stammgast. Betroffene Männer bzw. ihr Pflegepersonal müssen dann besonders gut achtgeben, wann die Besiedlung wieder stärker wird, um das Entstehen weiterer Krankheiten zu verhindern.

Eventuelle Beschneidung

Häufig erhalten Männer mit wiederkehrenden Pilz-Infekten die Empfehlung, ihre noch intakte Vorhaut entfernen zu lassen. Diese Maßnahme trägt wesentlich zur Vermeidung bei; ist aber kein 100%-iger Garant, dass der Scheidenpilz am Penis ausbleibt. Die so genannte Beschneidung ist eine sehr persönliche Angelegenheit und sollte in jedem Falle der Entscheidung des betroffenen Mannes obliegen.

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